BASYS Länderstudien zu Gesundheitsausgaben und Beschäftigten

Im Mai 2002 ist zum ersten Mal die Gesundheitspersonalrechnung 2000 des Statistischen Bundesamtes erschienen. Ziel dieser Studie war es, eine zusammenfassende Übersicht für die Erwerbstätigen im Gesundheitswesen zu geben. Es sollten detaillierte Informationen über die Anzahl und Struktur der Beschäftigten im Gesundheitswesen nach Alter, Geschlecht, Beruf, Einrichtung und Art der Beschäftigung erstellt werden. Da die Personalausgaben die größte Ausgabenposition im Gesundheitswesen bilden, sollte außerdem die Möglichkeit geschaffen werden, die Angaben zum Beschäftigungsumfang direkt mit den Ergebnissen der neuen Gesundheitsausgabenrechnung in Beziehung zu setzen.

Den Anstoß für die Gesundheitspersonalrechnung gab ein Methodenforschungsprojekt, das das Statistische Bundesamt zusammen mit BASYS im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung durchführte. Dieses Projekt fasste die Erfahrungen aus einer von BASYS durchgeführten Studie für das Bundesministerium für Gesundheit und die bisher gemachten Auswertungen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes zusammen.

Die Verknüpfung von Gesundheitsausgaben und Beschäftigten nach dem gleichen Grundkonzept erfolgte bei BASYS zum ersten Mal 1996 für Rheinland-Pfalz. In den letzten Jahren wurden im Rahmen der Ermittlung von gesundheitsökonomischen Basisdaten Gesundheitspersonalrechnungen für die Länder Rheinland-Pfalz, Sachsen und Nordrhein-Westfalen durchgeführt. 2002 wurden ähnliche Studien für die Länder Bremen, Niedersachsen und Berlin erstellt.

Auf der Basis dieser Studien können Unterschiede zwischen den Ländern festgestellt werden. Beispielsweise weist der ambulant ärztliche Bereich (ohne Zahnarztpraxen) im Vergleich zum Bund in zehn Bundesländern eine höhere Anzahl der Beschäftigten je 1.000 Einwohner auf. Lediglich Niedersachen und die neue Bundesländer haben weniger Beschäftigte im ambulanten ärztlichen Bereich (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1: Index der Beschäftigten im ambulanten ärztlichen Bereich je 1.000 Einwohner

Index der Beschäftigten im ambulanten ärztlichen Bereich